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Home > Projekte > Jugendbegegnung und Schüleraustausch > Kreis Wesel - Ramla

 

Schüleraustausch Moers / Krefeld / Wesel - Ramla

Auszug aus den Berichten der Begegnung und Schüleraustausch zwischen dem Arbeitskreis Internationale Jugendarbeit mit Israel im Kreis Wesel e.V. und der Yigal Allon Amal School in Ramla.

Begrüßung der Gruppe im Innenhof der Schule

Kennenlernen und Begegnung des sozialen Umfeldes unseres israelischen Partners und der Partnerstadt Ramla.

Unsere Jugendlichen erlebten eine sehr herzliche Aufnahme in den israelischen Gastfamilien. Eine multikulturelle Vielfalt an Sitten, Gebräuchen und Lebensweisen in den Familien konnte erfahren werden, weil die Großeltern aus dem orientalischen oder europäischen Kulturraum nach Israel eingewandert sind. Unsere Jugendlichen(8 Mädchen, 7 Jungen) waren meist zu zweit in den Familien untergebracht, was die Berührungsängste minderte.

Der „Lernort Schule" und die Begegnungen, die dort stattfanden, wurden durch einen gemeinsamen Sprachunterricht (englisch -deutsch- hebräisch) und durch ein Basketballturnier erlebt. Zur vormilitärischen Ausbildung gehört in Israel das Überlebenstraining in der Natur. Die Schulen in Israel sehen darin z.T. eine pädag. Aufgabe. Eine Gruppe älterer Schüler mit ihrem Lehrer gaben uns eine Kostprobe durch die Demonstration des fachgerechten Zelteaufbauens in unwegsamen Gelände(Tischmodell) Während eines Bürgermeisterempfangs wurden viele Fragen unserer Jugendlichen, bezüglich der Freizeitgestaltung Jugendlicher, des Drogenkonsums, des Verhältnisses der verschiedenen ethnischen Gruppierungen zueinander, der Auswirkungen der Tempelbergunruhen auf die verschiedenen religiösen Gruppierungen in der Stadt und des Verhältnisses zwischen Arabern und Israelis beantwortet.

Nach dem Empfang wurde unsere Gruppe zu einem interessanten Stadtrundgang eingeladen, wovon der Besuch einer alten Wasserzisterne aus arabischer Zeit von besonderem Interesse war, zumal die Bedeutung des Wassers in Israel und seine Verteilung ein besonderer Themenschwerpunkt unseres Aufenthaltes in Israel war. Ein Höhepunkt unserer 1. Begegnungnungsphase (17./18.03) mit unseren Partnern war der gemeinsame Besuch einer Tanz- und Spielaufführung verschiedener Altersgruppen der „Yigal Allon Amal School" in einer Festhalle. Aufgrund des Geburtstages eines Gruppenmitgliedes organisierten die Gastgeber-Jugendlichen eine Bowling-Party.

Gemeinsamer Unterricht in der Yigal Allon Amal School, Ramla

 

Identitätsfindung Israels durch Pflege und geschichtlicher Einbeziehung der historischen Stätten und Nationalheiligtümer in den politischen Alltag.

Zwischen dem 21.03. und 30.03. besuchten wir mit unseren Partnern einige für die Geschichte Israels wichtige Nationalstätten. Für das Selbstbewustsein und die Identität Israels haben diese Stätten eine besondere Wichtigkeit. Mit ihnen werden Gottesbund, Landverheißung und der davon abgeleitete alleinige Anspruch auf das Land Erez Israel, erlittene Verfolgung, Gefangenschaft, Vernichtung (Holocaust), Rückkehr nach Zion („Morgen in Jerusalem" Zionismus) und Einwanderung (Aliya) verbunden. Während der Besichtigungen waren für unsere Gruppe folgende Fragestellungen wichtig:

  • Welche geschichtlichen Erinnerungen sind wichtig für Juden und
  • Christen, welche werden geteilt und welche Bedeutung haben sie für die Zukunft?
  • Woran messen Deutsche und Israelis ihre Geschichte und womit können sie sich positiv identifizieren, womit nicht?
  • Welchen Beitrag für diese Fragen leisten Erinnerungsstätten (z.B. Yad Vashem, Bergen Belsen, Auschwitz) und Zeitzeugen? Was können Jugendliche beider Nationen daraus lernen?

    xHeinz Walther, Krefeld

 
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