Schüleraustausch Berlin - Haifa
"Internationale Jugendarbeit fördert
die Bereitschaft junger Menschen, Verantwortung in der Gesellschaft
zu entwickeln, eine bessere und vertiefte Kenntnis vom anderen
Volk, von seiner politischen und sozialen Lage, seinem Land,
seiner Geschichte und Kultur zu erlangen. Sie fördert die
Fähigkeit zu gemeinsamem Handeln. Im Wissen um die schweren
und unauslöschbaren Geschehnisse in der Zeit der nationalsozialistischen
Diktatur nutzt die junge Generation beider Länder die Möglichkeit,
eine Atmosphäre gegenseitiger Achtung und Freundschaft
zwischen beiden Völkern zu festigen und zu vertiefen. Ständige
Ziele des deutsch-israelischen Jugendaustausches sind deshalb
in besonderer Weise gegenseitiges Kennenlernen, Verständigung,
interkulturelles Lernen und gemeinsames Handeln." (Auszug
aus den Gemeinsamen Bestimmungen für die Durchführung
und Förderung des deutsch-israelischen Jugendaustausches
- Bonn 1997)
Diese
Ziele und Inhalte der Jugendbegegnungen waren Grundlage für
die Konzeption und Gestaltung des Films über die Begegnung
von deutschen und israelischen Jugendlichen in Israel. Mit den
Aussagen des Films und den gewählten Programmausschnitten
soll der Einstieg in Gespräche über die Jugendbegegnung
und deren Programmgestaltung erleichtert werden. So will der
Film bei jungen Menschen Interesse für eine Begegnung in
Israel wecken und zum anderen bei Eltern und Verantwortlichen
der Träger und Leitungsorgane die Bereitschaft fördern,
dieser Reise zuzustimmen und somit die Jugendlichen in ihrem
Vorhaben zu stärken.
Das Projekt Dialog
ohne Grenzen dokumentiert die Jugendbegegnung der Schulpartnerschaft
der drei Berliner Gymnasien - Jüdische
Oberschule, Evangelisches
Gymnasium zum Grauen Kloster und Canisius
Kolleg, eine staatlich anerkannte Privatschule des Jesuitenordens
- mit der israelischen Oberschule, Reali-Gymnasium in Haifa,
unter der Leitung des Berliner Pädagogen Dr. Werner Simon.
Die Begegnung wurde von der Berliner Stiftung "Schüleraustausch
mit Israel" gefördert. Projektpartner in Israel war
DIALOG - Begegnungsstätte für interkulturelle
Begegnungen.
Das Filmteam begleitete während der ganzen Zeit die Begegnung
der Jugendlichen
aus Berlin und aus Haifa und interviewte die Referenten und
Verantwortlichen dieser Reise. Für Multiplikatoren wurde
ein Begleitheft erstellt, in dem die Anliegen der internationalen
Begegnungen mit Israel ausführlich beschrieben sind und
zum anderen Beiträge aufgenommen wurden, die auf die Bedeutung
der Gespräche mit Zeitzeugen und der Auseinandersetzung
mit unserer Vergangenheit eingehen.
Ein umfangreicher Materialteil soll
- die eigene Planung einer Reise erleichtern,
bei
jungen Menschen Interesse für eine Begegnung in Israel
wecken,
- Eltern und Leitungsorganen verdeutlichen, warum eine Reise
nach Israel und die Begegnung mit Zeitzeugen und der eigenen
Geschichte so wichtig ist,
- helfen, Organisationen und kompetente Ansprechpartner in
der Vorbereitungs- und der Begegnungsphase zu finden.
"Miteinander reden ist die Brücke,
die Völker verbindet"
Dieser Grundsatz unseres Fördervereins ist auch die Botschaft,
die der Film weitergeben soll. Diese Botschaft ist besonders
in Krisenzeiten, wie wir sie jetzt erleben, von besonderer Bedeutung.
Wir hoffen, dass sich schon bald wieder unbeschwerte Möglichkeiten
der Begegnungen in Israel ergeben und somit der Jugend- und
Schüleraustausch wieder zur Gegenseitigkeit der Besuche
zurückkehrt. Wir sind dankbar, dass unsere israelischen
Partner in dieser schwierigen Zeit uns öfter besucht haben,
als dies uns im Gegenbesuch möglich war. Die Brücken
sind nicht abgebrochen.
Die gezeigte Begegnung im Rahmen eines Schüleraustausches
aus Berlin und Haifa will den Einstieg in Gespräche über
Jugendbegegnungen und Schüleraustausch erleichtern und
fördern, andererseits den Verantwortlichen Gestaltungsmöglichkeiten
aufzeigen und den Anspruch für die Begnungsprogramme vermitteln.
Das Medienpaket bestehend aus Film auf VHS-Kassette und dem
Begleitmaterial ist über die Literaturseite
zu beziehen. Der Film kann mit einer Laufzeit von 22 Minuten
gut für die Anmoderation von Gesprächen verwendet
werden.
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